| 3761 v.u.Z. |
Am 7.Oktober beginnt die Zählung der jüdischen Kalenderjahre |
| um 3000 v.u.Z. |
Die Sumerer benutzen die Fließzeit des Wassers als Maßeinheit der Zeit. |
| 2679 v.u.Z. |
In China sind Sonnenuhren in Gebrauch. |
| um 2600 v.u.Z. |
Schattenwerfer in Form vertikaler Säulen oder geradliniger Stäbe werden zur Zeitmessung verwendet. Zur Zeitgliederung wird die Länge des Schattens genutzt. |
| um 2000 v.u.Z. |
Das Sexagesimalsystem mit der Basiszahl 60 wird bei den Babyloniern verwendet, aus dem sich später das 12er-System (Duodezimalsystem) der Stundeneinteilung entwickelt.
Die Sumerer verwenden einen Mondkalender. |
1530 v.u.Z. |
Amenemhet baut für König Amenophis I. in Ägypten eine technisch ausgereifte Wasserauslaufuhr.
Außer in Ägypten werden auch in Griechenland Wasseruhren zur Zeitmessung verwendet. |
| um 1400 v.u.Z. |
Zur Zeit des Königs Amenophis III. ist in Ägypten eine Wasserlaufuhr in Gebrauch (sie befindet sich heute im Kairoer Museum). |
| 1100 v.u.Z. |
Tschou-Kong, Kaiser von China, verwendet einen Gnomon zur Zeitbestimmung bei Sonnenschein. |
| 776 v.u.Z. |
Die Griechen beginnen am 8.Juli die Zählung der Kalenderjahre nach ihren alle vier Jahre stattfindenden olympischen Festen. |
| 730 v.u.Z. |
Ahas, König von Juda, läßt einen Obelisken als Sonnenuhr bauen. |
| um 700 v.u.Z. |
Der Mondkalender wird von den Assyrern benutzt. |
| um 600 v.u.Z. |
König Hiskia besitzt eine Refraktionssonnenuhr. |
| um 500 v.u.Z. |
Anaximandros stellt in Griechenland die erste Sonnenuhr auf. |
| 389 v.u.Z. |
Platon läßt im Garten der Athener Akademie eine Wassereinlaufuhr aufstellen, die durch Luftkompression eine Figur Flötentöne erzeugen läßt.
Aristoteles verwendet bereits das Astrolabium zur Zeitbestimmung.
|
| 330 v.u.Z. |
Parmenio baut eine Taschensonnenuhr. |
| um 300 v.u.Z. |
Aristarghos von Samos stellt fest, daß sich die Erde um die Sonne bewegt. |
| 263 v.u.Z. |
Die erste öffentliche Sonnenuhr wird durch Papirius Cursor in Rom aufgestellt. |
| 150 v.u.Z. |
Ktesibios von Alexandria stellt in Griechenland eine automatische Wasseruhr her, die als Wasserein- und Wasserauslaufuhr mit einem Räderwerk kombiniert ist. |
| um 145 v.u.Z. |
In Rom wird als Geschenk des Zensors Scipio Nasica eine öffentliche Wasseruhr aufgestellt. |
| um 50 v.u.Z. |
In Athen wird von Andronikos aus Kyrrhos der "Turm der Winde" erbaut mit mehreren Sonnenuhren an den Außenwänden und einer Wasseruhr im Inneren. |
| 46 v.u.Z. |
Julius Cäsar läßt durch seine Astonomen die sogenannte erste Kalenderreform durchführen (Julianischer Kalender). |
15 v.u.Z. |
Pollio Virtuvius verfaßt in Rom ein zehnbändiges Lehrwerk über Architektur und Technik seiner Zeit; Band 9 behandelt die Zeitmessung. |
| um 100 n.Chr. |
Tyros schlägt vor, die Erde in ein Koordinatensystem von Längen- und Breitengraden aufzugliedern. |
| um 500 n.Chr. |
Auf dem Marktplatz von Gaza wird die Herkules-Uhr, eine monumentale Wasseruhr mit Stundenschlag,aufgestellt. |
| 507 |
Boethius fertigt im Auftrage Theoderichs des Großen eine kunstvolle Sonnenuhr und eine Wasseruhr an, die dem König der Burgunder Gundibald überreicht werden. |
| 725 |
In China wird durch Hsing und Lian Ling-Tsan eine Uhr mit mechanischer Hemmung gebaut. |
| 750 |
In der Literatur werden erstmals Sanduhren erwähnt. |
| 807 |
Harun Al Raschid, Kalif von Bagdad, schenkt Karl dem Großen eine prachtvoll ausgestattete Wasseruhr mit Schlagwerk und beweglichen Figuren. |
um 994 |
Gerbert von Aurillac fertigt in Magdeburg eine nach astronomischen Beobachtungen geregelte Sonnenuhr und einen Himmelsglobus an. |
| 1090 |
Su Sung stellt eine für Khai-Sung, Hauptstadt des Sung-Reiches, bestimmte astronomische Wasseruhr am Osttor der Stadt. |
| 1168 |
In Damaskus entsteht die berühmte Wasseruhr am Osttor der Stadt. |
| 1170 |
Das Gewerbe "Urluge" (Wasseruhrmacher) wird in Köln nachgewiesen. |
| 1181 |
Al Gazari baut im arabischen Amit kunstvolle Wasseruhren. |
| 1203 |
Hali (auch Ridwan genannt) veröffentlicht ein Werk über den Bau und die Instantsetzung von Wasseruhren. |
| 1220 |
In Köln wird Urlugingasse, die Gasse der Wasseruhrmacher und Kleinschmiede, erwähnt. |
| 1232 |
Kaiser Friedrich II. erhält vom Sultan aus Bagdad eine große astronomische Wasseruhr geschenkt. |
| 1252 |
Alfons X. läßt von seinen Wissenschaftlern Planetentafeln fertigstellen (Alfonsinische Planetentafeln). |
| 1284 |
Die erste mechanische Turmuhr wird an der Kathedrale von Exeter (England) in Betrieb genommen. |
1288 |
Die Westminster Hall zu london erhält eine mechanische Türmeruhr.
Die Tageseinteilung in zweimal zwölf gleich lange Stunden beginnt. |
| um 1300 |
Räderuhren mit Gewichtsantrieb, Spindelhemmung und Waag werden zunehmend hergestellt. |
| 1300 |
In Florenz wird die erste öffentliche mechanische Stadtuhr aufgestellt. |
| um 1310 |
Die Ausstattung von Kirchen, Rathäusern, Klöstern und Türmen mit großen Räderuhren und Schlagwerken beginnt. |
| 1320 |
Dante Alighieri erwähnt in seiner "Göttlichen Komödie" ein Uhrwerk mit Rädern. |
| 1324 |
Eine astronomische Uhr mit Planetarium wird von Richard Wallington für die Abtei Saint Albanus (England) gebaut. |
| 1325 |
Der Geistliche Peter Lightfoot fertigt für die englische Glason Abbey eine astronomische Kunstuhr an. |
| 1336 |
In Florenz wird eine Turmuhr mit Schlagwerk bekannt. |
| 1344 |
In Padua vollendet Jacopo de Dondi eine öffentliche Schlagwerkuhr. |
| 1348 |
London erhält seine erste öffentliche Schlagwerkuhr, Big Tom genannt. |
| 1354 |
Das Straßburger Münster erhält seine erste monumentale, astronomische Kunstuhr. |
| 1364 |
In Padua vollendet Giovanni de Dondi eine astronomische Kunstuhr. |
| 1386 |
In der Kathedrale von Salisburg (England) wird eine Schlagwerkuhr ohne Zifferblatt eingebaut. |
1389 |
Jehan de Felains stellt in Rouen eine Turmuhr mit Viertelschlag her. |
| 1404 |
Der Mönch Lasar Serbin leitet den Bau der ersten Turmuhr auf dem Kathedralenplatz im Moskauer Kreml. |
| 1405 |
Die erste astronomische Kunstuhr der Marienkirche zu Lübeck wird fertiggestellt. |
| um 1425 |
Sonnenuhr mit Schattenwerfer parallel zur Erdachse kommen auf. |
| 1451 |
Jean Liebure (Paris) baut Reiseuhrwerke, deren Kupfergehäuse mit Glocken von J. Moulinet hergestellt werden. |
| 1470 |
Hans Dühringer stellt für die Kirche St.Marien in Danzig eine astronomische Aposteluhr mit Schlagwerk und 24-Stunden-Zifferblatt her. |
| 1472 |
Die Rostocker Marienkirche erhält ihre erste Aposteluhr. |
| 1481 |
Das älteste nachweisbare Glockenspiel bei einer Turmuhr in Aalst (Flandern) wird bekannt.
Die alfonsinischen Planetentafeln werden weltweit eingeführt und später von Christoph Kolumbus und Tycho Brahe benutzt. |
| 1509 |
Peter Henlein fertigt in Nürnberg tragbare Uhren an. |
| 1510 |
Nikolaus Kopernikus veröffentlicht die Erkenntnis, daß die Sonne im Mittelpunkt unseres Planetensytems steht. |
| 1518 |
Im süddeutschen Raum werden erstmals Fenstersonnenuhren erwähnt. |
| um 1525 |
Tischuhren in Form kreisrunder Dosen oder eckiger Kästchen mit waagerecht angeordnetem Zifferblatt bürgern sich ein. |
| 1540 |
Wanduhren mit Gewichtsstücken werden Gebrauchsuhren für Bürger und Bauern. |
| 1543 |
Nikolaus Kopernikus widerlegt die geozentrische Lehre und schafft Ausgangspunkte der neueren Zeitrechnung und Zeitmessung. |
um 1544 |
In Paris entsteht eine Uhrmacherzunft. |
| um 1550 |
Statt der bis dahin üblichen Uhren mit nur einem Zeiger wird auf einem gesonderten Viertelzifferblatt der Viertelstundenzeiger eingeführt.
Taschenuhren mir ovalem Gehäuse, sogenannte Nürnberger Eier, werden hergestellt.
Der Beginn der Renaissance spiegelt sich auch in der Ausschmückung der Wohnraumuhren wieder, vorwiegend an Türmchen- und Tischuhren. Die Gehäuse von Kleinuhren werden mit Bergkristall verziert. |
| 1551 |
Die Prutenischen Tafeln werden von Erasmus Reinhold herausgebracht. |
| 1555 |
Taschenuhren mit beweglichen Figuren werden in Genf hergestellt. |
| 1573 |
Der Minutenzeiger wird eingeführt (ältester Nachweis an einer astronomischen Renaissance-Tischuhr). |
| 1574 |
Die zweite monumentale Kunstuhr des Straßburger Münsters wird von Isaac Habrecht fertiggestellt. |
| 1575 |
Tragbare Uhren werden mit Weckeinrichtung versehen. |
| 1576 |
Auf der dänischen Insel Hveen wird die Sternwarte gegründet an welcher der Astronom Tycho Brahe tätig war. |
| 1580 |
Issac Habrecht stellt die berühmte Heilbronner Rathausuhr fertig.
Eine gleichmäßigere Antriebskraft der Triebfeder der Uhren wird durch die Anwendung der Schnecke mit Darmsaite erreicht.
Der Straßburger Uhrmacher Conrad baut sakrale Taschenuhren in Kreuzform.
In Augsburg werden erstmalig Telleruhren mit getriebenem Zifferblatt hergestellt. |
| 1582 |
Der Gregorianische Kalender auf der Grundlage der Alfonsinischen Planetentafeln wird durch eine päpstliche Bulle verbindlich eingeführt. |
| 1583 |
Galileo Galilei erkennt bei Pendelschwingungen die Unabhängigkeit der Frequenz von der Auslenkung. |
| 1584 |
Jost Bürgi stellt in Kassel Präzisionsuhren her. |
| 1597 |
Galileo Galilei benutzt eine Spirale mit Unruh als Schwingsystem. |
1598 |
Nikolaus Lippius fertigt die Lyoner Kunstuhr. |
| um 1600 |
Paul Home baut Uhren mit silbernen Gehäusen in Form von Totenköpfen für Ordensgeistliche.
Henry Ester fertigt in Augsburg Taschenuhren mit Schlagwerk.
Die bis heute erhaltene Dovercastelluhr wird eingebaut. |
| 1600 |
Zwei Keplersche Gesetze werden veröffentlicht (das dritte erscheint 1619). |
| 1618 |
Der Engländer Robert Fludd beschreibt eine Taschenuhr, die zum Ausgleich der ungleichen Kraftentfaltung der Triebfeder mit einem Schneckenrad ausgestattet ist. |
| 1627 |
Johannes Kepler veröffentlicht in Prag seine Rudolfinischen Planetentafeln, denen die Beobachtungen von Tycho Brahe zugrunde liegen. |
| um 1630 |
Taschenuhrgehäuse mit Emailmalerei werden vom französischen Goldschmied Jean Toutin hergestellt. |
| 1634 |
Von den Franzosen wird der Nullmeridian zunächst durch die Kanarische Insel Ferro gelegt. (Erst ab 1844 führt er durch Greenwich.) |
| 1638 |
Galileo Galilei veröffentlicht seine Gesetze über die Pendelbewegung. |
| 1639 |
Galileo Galilei Beschreibt in einer Arbeit über Uhren die Anwendung des Penels für eine Uhr. |
| 1642 |
Schirlei de Rheita baut eine Uhr erstmals mit helikoidischer Verzahnung (Schraubengetriebe). |
1643 |
Die Rostocker Marienkirche erhält die zweite Aposteluhr. |
| 1650 |
Als Werkstoff für die bisher eisernen Werkplatten, Brücken und Räder der Uhren setzt sich allmählich Messing durch.
Die Herstellung von Uhren im Schwarzwald beginnt, zunächst durch den Nachbau von eingeführten Wanduhren. |
| 1651 |
Hans Buschmann fertigt in Augsburg die erste Großuhr mit der Gangdauer von einem Jahr an. |
| 1657 |
Christian Huygens stellt seine erste Pendeluhr vor, bei der das Pendel nicht mehr direkt mit der Spindel gekoppelt ist. |
| 1658 |
Robert Hooke (London) regt die Konstruktion der Hakenhemmung an. |
| 1664 |
Der Schweizer Gruet erfindet die Kette als Übertragungsglied zwischen Federhaus, Schnecke und Räderwerk der Taschenuhr. |
| 1667 |
Die erste Holzuhr mit Waag wird hergestellt. |
| 1670 |
Der Abstand zwischen den Werkplatten der Taschenuhren wird so vergrößert, daß sie eine fast kugelförmige Gestalt bekommen. (Erst ab 1740 werden die Kleinuhren wieder flacher.) |
| 1671 |
William Clement (London)stellt eine Großuhr mit der Hakenhemmung von Hooke vor. |
| 1672 |
John Flamsteed (Greenwich) beschreibt erstmals die Gesetzmäßigkeiten der Zeitgleichung. |
| 1673 |
Christian Huygens beschreibt die Konstruktion einer verbesserten Pendeluhr mit Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige sowie den Aufzug mit endlosem Seil. |
| 1674 |
Thuret (Paris) stellt nach den Angaben von Huygens eine mit stählerner Spirale und Unruh versehene Taschenuhr her. |
| 1675 |
Die Zyloide wird als die für die Verzahnung in Uhrwerken geeignetste Zahnform anerkannt.
Die Sternwarte in Greenwich wird gegründet. (Ihr Ortsmeridian wird ab 1844 die Linie des Nullmeridians.) |
| 1676 |
Daniel Quare (London) wird das Patent für eine Viertelschlag-Repetitions-Taschenuhr zuerkannt, die er gleichzeitig, aber unabhängig von Edward Barlow (London) erfunden hat.
William Clement führt die Federaufhängung für Uhrenpendel ein. |
| 1679 |
Robert Hooke entdeckt das Ausdehnungsgesetz der Spiralfedern (Hookesches Gesetz). |
| um 1680 |
Die erreichte Präzision und die Genauigkeit der Pendeluhren führen zum allgemeinen Einsatz des Minutenzeigers im Zentrum des Zifferblattes. |
| 1680 |
Der deutsche Uhrmacher Becher stellt erstmals eine sich durch den Luftdruckwechsel selbständig aufziehende Barometeruhr her. |
| um 1681 |
Daniel Jean Richard baut im Neuenburger Jura Taschenuhren. Daraus entwickelt sich in der Folgezeit die Schweizer Uhrenindustrie. |
| 1686 |
In Berlin beginnt man mit der Uhrenherstellung in einer Manufaktur. |
| 1690 |
Jacob Enderlein stellt Taschenuhren mit einer Gangdauer von acht Tagen her.
Die ersten Sägeuhren werden gebaut. |
um 1695 |
Thomas Tompion (London) erfindet die ruhende Hemmung (Sautroghemmung) für die Taschenuhren als Vorläufer der Zylinder- und Duplexhemmung. |
| um 1700 |
Bei Taschenuhren wird Glas neben dem bis dahin üblichen Bergkristall als Zifferblatt- und Zeigerschutz verwendet.
Taschenuhrgehäuse werden durch Treibarbeit verziert.
Verbesserte Zeitmessergebnisse führen auch bei tragbaren Uhren zum Einsatz des Minutenzeigers auf der Zifferblattmitte. |
| 1704 |
Nicolas Fatio De Duiller und Pierre de Baufre (London) erhalten gemeinsam das englische Patent zur alleinigen Anfertigung von Lagern für Uhren aus Edelstein.
Pierre de Baufre stellt den Zylinder der Zylinderuhr mit Sautroghemmung aus einem Diamanten her. Er schafft auch eine ruhende Hemmung, bei der sich auf der Unruhwelle zwei aufgesetzte Paletten befinden. |
| 1705 |
Daniel Quere (London) baut eine Äquationsstanduhr, die die mittlere und die Wahre Zeit anzeigt. |
| 1709 |
Zar Peter I. befiehlt, in den Spasski-Turm des Moskauer Kreml eine neue Uhr mit Geläut einzubauen. |
| 1710 |
Gehäusedeckel der Kleinuhren werden aus Achat und anderen Quartzarten hergestellt. |
| 1713 |
Thomas Tompion (London) baut eine Jahresuhr. |
| 1714 |
Das englische Parlament setzt in einem Wettbewerb einen Preis von 20 000 Pfund Sterling für die Schaffung eines präzisen Schiffschronometers aus, um eine genaue geografische Längenbestimmung auf See zu ermöglichen. |
| 1715 |
George Graham (London) baut ein sich bewegendes Planetarium und schafft die ruhereibende Hemmung für Pendeluhren (Graham Hemmung). |
| 1720 |
George Graham verbessert die Sautroghemmung von Thomas Tompion, die als Zylinderhemmung bekannt wird.
In Frankreich werden Wandkonsoluhren gebaut. |
| 1721 |
George Graham verwendet erstmals Quecksilberkompensationspendel für Großuhren. |
| 1722 |
Abbé D'Hautefeuille (Orléans) beschreibt eine Ankerhemmung mit einem Rechen als Gabel und einem Trieb auf der Unruhwelle. Die Hemmung ist nicht frei, da Anker und die Unruh ständig im Eingriff stehen. |
| 1724 |
Der französische Uhrmacher Jean Baptiste Dutertre baut die Duplexhemmung (bereits 1690 von Robert Hooke in Elementen beschrieben). |
| 1726 |
John Harrison (London) konstruiert ein Metallkompensationspendel (Rostpendel). |
| um 1730 |
Franz Anton Ketterer aus Schönwald (Schwarzwald) stellt die erste Kuckucksuhr her. |
| 1735 |
John Harrison fertigt das Gegengesperr für Großuhren und seine erste Seeuhr.
|
| 1739 |
John Harrison vollendet seine zweite Seeuhr. |
| um 1740 |
Goldene Taschenuhrgehäuse, deren Verzierungen aus vier verschiedenen Goldfarben bestehen, kommen in Mode. |
| 1741 |
John Harrison vollendet seine dritte Seeuhr. |
1749 |
Rivaz fertigt eine Federuhr mit Schlagwerk, die nach einem Aufzug ein Jahr lang geht. |
| 1750 |
Mathias Hummel fertigt als Erster im Schwarzwald Taschenuhren aus Buchsbaumholz. |
| 1751 |
Jean André Lepaute (Paris) baut Pendeluhren mit nur einem Rad. |
| 1755 |
Jean Romilly stellt in Paris Taschenuhren her, deren Unruh pro Sekunde eine Schwingung macht. |
| um 1760 |
Thomas Mudge (London) erfindet die freie Ankerhemmung für tragbare Uhren. |
| 1760 |
Phillip Matthäus Hahn (Echterdingen) beginnt mit der Herstellung hervorragender Großuhren mit mechanischen Globen und Spähren.
Pierre Jaquet-Droz fertigt in La Chaux-de-Fonds prächtig ausgestattete Automatenuhren.
Uhrgehäuse werden mit Fischhaut überzogen.
Die ersten feuervergoldeten Pendeluhren entstehen.
Ferdinand Berthoud und Pierre le Roy (beide Paris) veröffentlichen die Ergebnisse ihrer Forschung über die freie Chronometerhemmung. |
| 1761 |
Ferdinand Berthoud (Paris) vollendet das erste Marinechronometer Frankreichs.
John Harrison (London) gewinnt mit seiner vierten Schiffsuhr den vom englischen Parlament 1714 ausgeschriebenen Preis (dieser wird ihm aber erst 1774 zuerkannt). |
| 1764 |
John Arnold (London) stellt den Zylinder einer Zylinderhemmung aus einem echten Rubin (Korund) her. |
| 1766 |
Pierre le Roy (Paris) verbessert die Ausgleichsunruh von Harrison. |
| um 1768 |
Im Schwarzwald werden die ersten Großuhren mit Spielwerken hergestellt.
Jaques Frederic Houriet (Le Locle) fertigt spährische Spiralen in Kugelform an. |
| 1769 |
Pierre le Roy vollendet seine erste Seeuhr mit Chronometerhemmung.
Der Klosterbruder Cajetano baut im Hofkloster zu Wien eine kunstvolle astronomische Uhr. |
| um 1770 |
Jean Andre Lepaute (Paris) stellt für die Akademie der Bildhauerkunst eine durch den Luftzug sich selbsttätig aufziehende Atmosphärische Uhr her.
James Ferguson, englischer Mechaniker und Astronom, konstruiert erstmals eine Ebbe- und Flutzeituhr. |
| 1770 |
Jean Antoine Lépine (Paris) fertigt Taschenuhrwerke in Brückenbauweise.
A.L. Perrelet (Schweiz) stellt erstmals funktionstüchtige Automatikaufzüge an Taschenuhren her (später durch Bréguet u.a. verbessert, bis sie im 20.Jahrhundert auch bei Armbanduhren angewandt werden). |
| 1772 |
John Arnold erfindet eine zweiarmige Unruh mit Regulierschrauben. |
| 1775 |
John Arnold stellt die zylindrische Spirale für Uhrenschwingsyteme her. |
| 1776 |
Der seit 1582 bestehende Gregorianische Kalender wird durch die Reichsverfassung offiziell bestätigt. |
| 1777 |
Jean Moise Pouzait erfindet die springende Sekundenanzeige (Seconde morte). |
| um 1780 |
Der Sekundenzeiger wird allgemein auch bei Taschenuhren eingeführt.
Federkraft-Pendelhemmungen führen zu hohen Zeitmeßergebnissen bei Großuhren (Christian Friedrich Tiede, Sigmund Riefler und Ludwig Strasser verwenden sie später für Präzisionspendeluhren). |
| 1780 |
Mallet führt in Genf die Mittlere Zeit öffentlich ein.
Der französische Uhrmacher Abraham Louis Bréguet erfindet den automatischen Rüttelaufzug bei Taschenuhren. |
| 1781 |
Ferdinand Berthoud beschäftigt sich mit dem sekundären Kompensationsfehler des Schwingsystems. |
| 1782 |
John Arnold stellt eine Chronometerhemmung mit gerader Gangfeder her und läßt sie sich patentieren. |
| um 1790 |
Thomas Earnshaw, englischer Chronometerbauer, bringt die mechanischen Chronometerhemmungen in die bis zuletzt angewandten Formen. |
| 1790 |
Jacob Hebestreit (auch Herbstrieth genannt) stellt in Neukirch (Schwarzwald) erstmals die nach ihm benannten Jockeleuhren her. |
| 1793 |
Der Nordamerikaner Eli Terry gründet in Plymouth eine Fabrik zur Herstellung von Großuhren. |
1798 |
Der Schweizer L. Perron erfindet die Stiftankerhemmung für tragbare Uhren. |
| um 1800 |
Abraham Louis Bréguet wendet erstmals die aufgebogene Spirale an. |
| 1801 |
Abraham Louis Bréguet erfindet das Tourbillon mit Antrieb vom Sekundenrad. |
| um 1805 |
Die Sicherung der Unruhwelle gegen Schlag und Stoß wird erstmalig von Abraham Louis Bréguet durch eine Einrichtung unter der Bezeichnung "parachute" (Fallschutz) verwirklicht. |
| 1810 |
Der dänische uhrmacher Louis Urban Jürgensen baut in Paris zuverlässige, genau gehende Taschenchronometer und verbessert die Zylinderhemmung. |
| 1812 |
Edward Massey (London) erfindet einen Aufzug bei Taschenuhren, der auf dem Prinzip des Auf- und Niederschiebens des Bügelknopfes beruht. |
| 1815 |
Ramis stellt die erste elektisch betriebene Einzeluhr her. |
| um 1820 |
Duelos fertigt in Paris Uhren aus Pappe an (Carthorloges). |
| 1820 |
Erstmals werden Stoppuhren mit zwei getrennten Sekundenwerken gebaut. |
| 1822 |
In England wird die Stoppuhr ohne laufende Zeitanzeige erfunden. |
| 1825 |
Brocot konstruiert in Paris eine ruhende Pendelhemmung. |
| 1825 |
Der Schweizer Pierre Frederic Ingold erfindet die sogenannte Ingoldfräse für die Herstellung theoretisch richtiger Radzahnwälzungen in Uhrwerken. |
| 1828 |
Friedrich Wilhelm Bessel (Königsberg) veröffentlicht seine Abhandlung über das Sekundenpendel und die zweckmäßigste Art der Ausführung. |
| 1830 |
Jean Paul Guerlin (Berlin) stellt Taschenuhren mit Zylinderhemmung her, die flach wie ein Taler sind.
Eduard John Dent experimentiert in London mit Spiralen aus Glas, um bessere Temperaturkompensationswerte zu erhalten. |
| 1831 |
Der Pariser Uhrmacher Joseph Winnerl fertigt die erste Uhr mit nachspringender Sekunde (Seconde rattrapante) an. |
| 1833 |
In Greenwich wird eine Zeitballstation eingerichtet (es folgen derartige Einrichtungen unter anderem 1855 in Washington, 1875 in Kiel und 1876 in Bremerhaven). |
| 1839 |
Der Optiker Carl August von Steinheil (München) stellt eine Großuhr her, die Stromimpulse aus elektro-chemischen Batterien an Nebenuhrwerke gibt und diese damit fortschaltet. |
| 1840 |
Sir Charles Wheatston (Paris) veröffentlicht eine Denkschrift über einen von ihm erfundenen Apparat, durch den man Uhren an verschiedenen Orten von einer Zentrale aus steuern kann.
Georges Leschot leitet die erste maschinelle Erzeugung von Taschenuhr-Rohwerken in einer Schweizer Uhrenfabrik.
Louis Urban Jürgensen (Paris) beschreibt die bishin geheim gehaltene englische Technologie der Herstellung von Uhrwerklagern aus Edelstein. |
| 1841 |
Friedrich Gutkaes, Dresdener Hofuhrmacher, konstruiert für die Dresdener Staatsoper die Fünfminutenuhr. |
| 1842 |
Jean Baptiste Schwilgue stellt die dritte Straßburger Münsteruhr fertig.
Pierre Frederic Ingold (La Chaux-de-Fonds) errichtet in England eine Taschenuhrfabrik mit maschinellen Fertigungsverfahren. Auf Betreiben des handwerklich schaffenden Uhrmachergewerbes verbietet das englische Parlament die Inbetriebnahme dieser Fabrik.
Adrien Philippe (Genf) konstruiert die Taschenuhr mit dem Kronenaufzug (Remontoiruhr). |
| 1843 |
C.A.Steinheil, Professor in München, beschreibt eine Vorrichtung, mit der die von einer Hauptuhr elektrisch gesteuerten Nebenuhrwerke auf gleiche Zeigerstellung gebracht werden können.
Joseph Winnerl (Paris) erfindet den Doppelchronographen mit der Herzscheibe zur Rückstellung der Zeiger. |
| 1844 |
Es wird vorläufig (endgültige Festlegung 1911) festgelegt, daß der Nullmeridian von Greenwich (England) aus gerechnet wird, statt wie seit 1634 von der Kanarischen Insel Ferro.
Ferdinand Leonhard (Berlin) führt die verschiebbare Palette am Anker ruhender Hemmungen ein. |
1845 |
Ferdinand Adolf Lange gründet in Glashütte bei Dresden eine Fabrik für Präzisionstaschenuhren. |
| um 1850 |
In der russischen Stadt Wjatka werden Taschenuhren fast vollständig aus Birkenwurzelholz manufakturmäßig hergestellt. |
| 1850 |
In Nordamerika beginnt die maschinelle Herstellung von Taschenuhren (Schablonenuhren) mit auswechselbaren Teilen.
Die erste Uhrmacherschule im deutschsprachigen Bereich wird in Furtwangen (Schwarzwald) gegründet. Weitere Fachschulen für Uhrmacher entstehen später z.B. in Schwenningen, Glashütte, Karlstein, Biel, La Chaux-de-Fonds, Genf,Le Locle, Neuchätel. |
| 1853 |
Der Schweizer Uhrmacher Oliver Mathey führt zur Vollendung der Stahlflächen in Uhren die Diamantine ein. |
| 1859 |
Die von Edmund Beckett Denison (ab 1886 Baron Grimthorpe) konstruierte, sehr genau gehende Turmuhr mit Schwerkrafthemmung des Parlamentsgebäudes in London (Westminsteruhr) wird vom Londoner Uhrmacher Eduard John Dent gebaut und nach fünfjähriger Probezeit der Öffentlichkeit übergeben. |
| um 1860 |
Die industrielle Massenproduktion von Gebrauchsuhren bewirkt, daß die handwerkliche Herstellung zurückgedrängt wird und das Handwerk sich auf die Uhrenreparatur spezialisiert.
|
| 1860 |
Der französische Mathematiker Edouard Philipps berechnet die Kurvenformen beider Enden der zylindrischen Spirale, um die Bedingungen des Isochronismus zu erfüllen. |
| 1861 |
Erhard Junghans aus Schramberg führt die bereits in Nordamerika praktizierte Technologie zur Massenproduktion von sogenannten Schablonenuhren ein. |
| 1867 |
Der Pariser Uhrmacher Guilmetin erfindet das frei schwingende Pendel ("Pendule balancier libre"). |
| 1868 |
Georg Friedrich Roskopf beginnt in der Schweiz mit der Herstellung von einfachen, von den bis dahin bekannten Konstruktionsprinzipien abweichenden, billigen zuverlässigen Taschenuhren.
Joseph Winnerl (Paris) baut erstmals eine Pendeluhr mit einem Antrieb durch elektrische Kontakte.
Das im 5.Jahrhundert n.Chr. entstandene Dezimalsystem wird in Deutschland durch Anordnung vom 17.August 1868 allgemein verbindlich. |
| 1870 |
Der kanadische Eisenbahningenieur Flemming macht den Vorschlag, die Zonenzeit einzuführen (1884 verbindlich festgelegt). |
| 1872 |
Das metrische System wird durch Gesetz in Deutschland eingeführt. Es vergehen noch fast 100 Jahre, bevor die bis dahin angewandten Uhrmachermaße ihre Bedeutung verlieren.
Der Berliner Uhrmacher Christian Friedrich Tiede läßt als Erster eine Pendeluhr unter Luftabschluß laufen. |
| 1877 |
In Wien wird zur Schaltung einer Anzahl von Nebenuhren durch eine Hauptuhr in Röhren geleitete Druckluft verwendet.
Die Seewarte Hamburg beginnt mit der Veranstaltung von jährlichen Konkurrenzprüfungen für Chronometer. Ab 1882 wurden auch Taschenuhren in diese Prüfung einbezogen. |
| 1878 |
Nach einer Erfindung des Uhrmachers Matthias Hipp wird in Neuchätel (Schweiz) die erste elektrisch betriebene Pendeluhr fertiggestellt.
Die Deutsche Uhrmacherschule in Glashütte wird gegründet. |
| 1880 |
Der Wiener Uhrmacher A. von Loehr baut Taschenuhren mit Schwungmassenaufzug.
Die Firma Strasser und Rohde, Glashütte, stellt den Tertienzähler her, einen Vorgänger der elektrischen Stoppuhr. |
| 1883 |
Der Engländer Wilson entwickelt die Schachuhr. |
| 1887 |
In Paris wird ein Röhrensystem in den Straßen geschaffen, um durch Druckluft Straßenuhren mit Nebenuhrwerken durch Hauptuhren zu steuern. |
| 1889 |
Siegmund Rieffler (Nesselwang) erfindet die Federkraftpendelhemmung mit konstantem Antrieb für Prazisionspendeluhren, die später von Ludwig Strasser (Glashütte) verbessert wurde. |
| 1891 |
In Ruhla (Thüringen) werden erstmalig einfache Gebrauchstaschenuhren hergestellt. |
| 1893 |
In Deutschland wird durch Gesetz die Mitteleuropäische Zonenzeit eingeführt.
Bonniksen läßt in Glashütte bei der Firma Lange Karusselltaschenuhren (Tourbillon) herstellen, deren Antrieb vom Kleinbodenrad ausgeht. |
1895 |
Die Glashütter Jubiläumsuhr wird zum 50. Jahrestag der Glashütter Uhrenindustrie als Meisterleistung industrieller Präzisionsmechnik ausgestellt.
Guglielmo Marches Marconi (Bologna) schafft fast zur gleichen Zeit wie Alexander Stepanowitsch Popow (St. Petersburg) die Grundlagen der drahtlosen Informationsübertragung und damit auch der Zeitzeichenübermittlung. |
| 1901 |
Für eine Pendeluhr mit elektrodynamischem Antrieb wird das Patent erteilt. Sie enthält alle Elemente, die erst etwa 30 Jahre später zur Anwendung gelangen: Permanentmagnete, Spulen, Kontakte und Batterien. |
| 1902 |
Es gelingt die synthetische Herstellung des Edelsteins Korund in seinen Varianten Saphir und Rubin aus Tonerde. (In der modernen Uhrentechnik wird er unter anderem als preiswerter Lagerstein verwendet.) |
| 1905 |
Armbanduhren kommen in Mode.
In den USA werden die ersten Zeitzeichen per Funk ausgestrahlt. |
| 1911 |
Am 1.Mai werden vom Eiffelturm in Paris die ersten europäischen Zeitzeichen über einen Sender ausgestrahlt, den Gustave Ferrie angefertigt hat.
Der Nullmeridian wird endgültig auf Greenwich festgelegt (vorläufige Festlegung ab 1844). |
| 1912 |
Kleinuhren mit Leuchtzahlen auf dem Zifferblatt werden hergestellt. |
| 1916 |
In Deutschland wird die Sommerzeit eingeführt. |
| 1917 |
Der Uhrmacher N.W. Behrens restauriert nach den Kämpfen der Oktoberrevolution die Kremluhr in Moskau. |
| 1920 |
Der französische Physiker Charles Edouard Guillaume wird für seine Arbeiten zur Verbesserung von Nickelstählen (unter anderem für die Uhrenherstellung) mit dem Nobelpreis geehrt. |
| 1921 |
Quarzkristalle werden zur Frequenzstabilisierung von Röhrenoszillatoren verwendet. Damit ist die Grundlage zur Herstellung von Quarzuhren geschaffen.
Der Rundfunk sendet das ONOGO-Zeitzeichen. |
| 1924 |
In der Schweiz beginnt die Herstellung von Armbanduhren mit automatischem Aufzug. |
| um 1928 |
In Nordamerika wird erstmals eine Quarzuhr in Betrieb genommen. |
| um1930 |
Die industrielle Massenfertigung von Armbanduhren beginnt, nachdem etwa ab 1790 Armbänder mit Schmuckuhren als Einzelstücke gefertigt wurden. |
| 1932 |
Die Physiker A. Scheibe und U.Adelsberger stellen in Deutschland die erste Quarzuhr her, die ein Jahr später im Geodätischen Institut in Potsdam aufgestellt wird. |
| 1935 |
Die automatisch sprechende Telefonzeitansage wird in Deutschland eingeführt.
Die Zeitwaage zur Messung des momentanen Ganges einer Uhr wird industriell hergestellt. |
| 1946 |
Der US-amerikanische Chemiker Willard Frank Libby entdeckt die Radiocarbonmethode zur Messung sehr großer zurückliegender Zeiträume (Kohlenstoff-14-Uhr). |
| 1948 |
Die US-amerikanischen Physiker Walter Houser Brattain und John Bardeen schaffen den Spitzentransistor (unter anderem Voraussetzung zur Herstellung elektronischer Uhren). |
1949 |
William Bradford Shockley, US-amerikanischer Herkunft, entwickelt den Flächentransistor (unter anderem Voraussetzung für elektronische Schaltkreise in Quarzuhren). |
| 1950 |
Batteriebetriebene Großuhren mit Elektromotor bzw. mit magnetischem Unruhschwingsystem werden hergestellt. |
| 1952 |
Erste Prototypen von Armbanduhren mit elektrisch angetriebenen Unruhschwingsystemen werden produziert. |
| 1953 |
H. Lyons baut die erste Ammoniakmoleküluhr mit der Gangunsicherheit von 1 • 10-8. |
| 1954 |
In der Schweiz erfolgt die Entwicklung einer Armbanduhr mit der elektronisch gesteuerten Stimmgabel von 360 Hz als Schwingsystem. |
| 1956 |
Das Internationale Komitee für Maß und Gewicht definiert die Sekunde als ein astronomisches Zeitnormal.
Bulova entwickelt nach Vorschlägen des Schweizers M. Hetzel die Stimmgabeluhr. |
| 1957 |
Als physikalisch-technische Einheit wird der Begriff der Ephemeridensekunde eingeführt. |
| um 1958 |
Erstmals erscheinen elektronische Großuhren mit durch Transistoren gesteuerten und direkt angetriebenen Unruhschwingsystemen. |
| 1958 |
Integrierte Schaltungen erübrigen die bisher benötigte Vielzahl von separaten elektronischen Bauelementen bei elektronischen Uhren. |
| 1960 |
Quecksilber-, Silberoxid- und später Lithium-Mikrobatterien (Knopfzellen) werden entwickelt und in Armbanduhren eingesetzt. |
| 1964 |
Das Internationale Komitee für Maß und Gewicht definiert den Begriff der Sekunde neu als ein physikalisches Zeitnormal. |
| 1965 |
Als Teilerschaltungen in Quarzarmbanduhren kommen integrierte Schaltkreise (IC) zur Anwendung.
Simon-Vermot (Schweiz) konstruiert für Armbanduhren Unruhschnellschwingsysteme mit 8 bis 10 Halbschwingungen je Sekunde. |
| 1967 |
Das Internationale Komitee für Maß und Gewicht legt den Begriff der physikalisch-technischen Einheit Sekunde neu nach der Caesiumatomuhr fest.
Von Junghans wird die erste deutsche Quarzuhr "Astro Chron" eingeführt. |
| 1969 |
Durch die Low-Power-Technik haben Quarzarmbanduhren einen so geringen Stromverbrauch, daß die Batterien ein Jahr ausreichen. |
| 1985 |
Junghans präsentiert die erste funkgesteuerte Tischuhr. |
| 1990 |
Es folgt die erste Funkarmbanduhr der Welt. |
| 1999 |
Omega präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Uhrmacher George Daniels die Co-Axial-Hemmung mit minimierter Reibung. |
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